Wir möchten Sie auf einige Aussagen von Elder Henry B. Eyring aufmerksam machen. Der folgende Auszug stammt aus dem Artikel „In Liebe verbunden“ (Liahona , Mai 2005, Seite 77-80). Wir hoffen, er ist Ihnen bei der Arbeit mit den Mitgliedern Ihrer Gemeinde nützlich.
Viele Ihrer verstorbenen Vorfahren haben inzwischen wahrscheinlich schon das Zeugnis empfangen, dass die Botschaft der Missionare wahr ist. Als Sie selbst dieses Zeugnis empfangen haben, konnten Sie die Missionare um die Taufe bitten. Aber die Menschen in der Geisterwelt können das nicht. Die heiligen Handlungen, die Ihnen so viel bedeuten, werden nur auf der Erde angeboten. So muss jemand auf Erden zum heiligen Tempel gehen und die Bündnisse stellvertretend für denjenigen in der Geistwelt annehmen. Deswegen haben wir die Pflicht, die Namen unserer Vorfahren herauszufinden und ihnen das zugänglich zu machen, was sie ohne unsere Hilfe dort nicht empfangen könnten.
Was mich betrifft, so wendet sich mein Herz aus diesem Wissen heraus nicht nur meinen wartenden Vorfahren zu, sondern auch den Missionaren, die sie unterweisen. In der Geisterwelt lerne ich diese Missionare dann ja kennen — genauso, wie Sie sie kennenlernen. Stellen Sie sich das einmal vor: Da steht ein treuer Missionar bei denen, die ihm am Herzen liegen und die er unterwiesen hat — bei Ihren Vorfahren! Stellen Sie sich wie ich vor, wie dieser Missionar sich freut, wenn Sie zu ihm und zu den Vorfahren treten, die er bekehrt hat, die aber erst getauft und an ihre Familie gesiegelt werden konnten, als Sie ihnen zu Hilfe kamen. Ich weiß nicht, wie man dort miteinander umgeht, aber ich kann mir vorstellen, dass diese Leute Sie umarmen und vor Dankbarkeit weinen werden.
Und wenn Sie sich vorstellen können, wie sich der Missionar und Ihr Vorfahr freuen, dann stellen Sie sich erst den Erretter vor, wenn Sie ihm gegenübertreten. Er wird ein Gespräch mit Ihnen führen. Christus hat den Preis für Ihre Sünden wie auch für die Sünden aller Geistkinder des himmlischen Vaters gezahlt. Er ist Jahwe. Er hat Elija gesandt. Aus vollkommener Liebe hat er die Macht des Priestertums zum Siegeln und zum Segnen übertragen. Und er hat Ihnen Vertrauen geschenkt, indem er Sie zu Ihren Lebzeiten das Evangelium hat hören lassen; er hat es Ihnen möglich gemacht, die Aufgabe zu übernehmen, das Evangelium denjenigen Ihrer Vorfahren zugänglich zu machen, die es zu Lebzeiten nicht kennenlernen konnten. Stellen Sie sich nur vor, wie dankbar Christus denjenigen ist, die die Mühe und den Glauben aufbringen, die Namen ihrer Vorfahren zu ermitteln, und die diese Menschen und ihn selbst so sehr lieben, dass sie es ihnen ermöglichen, mit ihrer Familie ewiges Leben zu erlangen, die größte aller Gaben Gottes. Er hat diesen Menschen ein unbegrenztes Opfer angeboten. Er wird diejenigen lieben und wertschätzen, die jeden ihnen nur möglichen Preis gezahlt haben, um ihre Vorfahren in die Lage zu versetzen, sein Angebot ewigen Lebens anzunehmen.
Da Ihr Herz bereits gewandelt ist, mag Ihnen der Preis gar nicht so hoch erscheinen. Sie beginnen mit ganz einfachen Schritten. Schreiben Sie auf, was Sie bereits über Ihre Familie wissen. Notieren Sie die Namen von Ihren Eltern und deren Eltern sowie die Daten von Geburt, Tod und Eheschließung. Falls es möglich ist, schreiben Sie auch die jeweiligen Orte auf. Manches davon wissen Sie vielleicht auswendig. Sie können aber auch Verwandte fragen. Möglicherweise besitzen die Verwandten sogar Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden. Machen Sie Kopien davon, und ordnen Sie sie. Sollten Sie Geschichten aus dem Leben Ihrer Vorfahren hören, schreiben Sie sie auf, und bewahren Sie sie auf. Sie sammeln nicht einfach nur Namen. Aus Menschen, denen Sie hier im Leben nie begegnet sind, werden liebe Freunde. Sie werden auf ewig miteinander verbunden. (Seite 78f.)
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