Als Genealogie-Fachberater bieten Sie den Mitgliedern individuelle Hilfe. Denken Sie gebeterfüllt darüber nach, was die Mitglieder brauchen, und stellen Sie sich darauf ein. Einige Mitglieder, die nicht wissen, wie sie mit ihrer Genealogie einen Anfang machen sollen, oder die ihre Angaben noch nicht geordnet haben, werden vielleicht nützlich finden, was Präsident Boyd K. Packer ihnen in dem Artikel „Ihre Genealogie: Einen Anfang machen“ rät (Liahona, August 2003, Seite 12-17):
Es gibt zwei ganz einfache Schritte für den, der nicht weiß, wo er anfangen soll. So können Sie etwa Folgendes tun:
Besorgen Sie sich eine Pappschachtel. Jede Art Kiste oder Schachtel ist geeignet. Stellen Sie sie dorthin, wo sie im Weg steht, vielleicht auf das Sofa oder auf die Arbeitsplatte in der Küche — irgendwohin, wo sie nicht zu übersehen ist. Tragen Sie dann im Lauf etlicher Wochen alle Aufzeichnungen, die mit Ihrem Leben zu tun haben, beispielsweise Ihre Geburtsurkunde, die Bescheinigung Ihrer Kindessegnung, Ihren Taufschein, Ihre Ordinierungsurkunde und Ihr Abschlusszeugnis, zusammen und legen Sie sie in die Schachtel. Tragen Sie Ihre Diplome, alle Fotos und Auszeichnungen, ein Tagebuch, falls Sie eins geführt haben, und alles andere zusammen, was Sie finden können und was Bezug zu Ihrem Leben hat — alles, was schriftlich festgehalten oder aufgezeichnet ist und was belegt, dass Sie am Leben sind, und von dem Bericht gibt, was Sie getan haben.
Versuchen Sie nicht, dies alles an einem Tag zu schaffen. Lassen Sie sich Zeit. Die meisten von uns haben solche Unterlagen an den unterschiedlichsten Stellen liegen. Manches lagert in der Garage in einer Kiste unter einem Stapel Zeitungen, anderes ist in Schubladen verstaut oder lagert auf dem Dachboden oder sonst wo. Vielleicht steckt das eine oder andere zwischen den Seiten einer Bibel.
Tragen Sie alle Papiere zusammen und legen Sie sie in die Schachtel. Lassen Sie sie darin liegen, bis Sie alles zusammengetragen haben, was Sie zu besitzen meinen. Schaffen Sie dann auf einem Tisch oder auf dem Fußboden Platz und sortieren Sie diese Unterlagen. Unterteilen Sie Ihr Leben in drei Abschnitte. Auch die Kirche geht auf diese Weise vor, denn alle Programme der Kirche sind in drei große Bereiche unterteilt: Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Fangen Sie bei Ihrer Kindheit an — mit Ihrer Geburtsurkunde. Ordnen Sie alle Aufzeichnungen in chronologischer Reihenfolge: die Bilder, den Taufschein und alles andere, bis Sie zu Ihrem zwölften Lebensjahr kommen.
Ordnen Sie sodann alle Unterlagen aus Ihrer Jugendzeit vom zwölften bis zum achtzehnten Lebensjahr oder bis zum Zeitpunkt Ihrer Heirat. Sortieren Sie alles in chronologischer Reihenfolge. Legen Sie die Aufzeichnungen — die Urkunden, die Fotos und alles andere — geordnet in eine andere Schachtel oder in einen Umschlag. Tun Sie dasselbe mit den Aufzeichnungen über Ihr bisheriges Erwachsenenleben.
Danach haben Sie alles, was Sie brauchen, um Ihre Lebensgeschichte zusammenstellen zu können. Nehmen Sie einfach Ihre Geburtsurkunde zur Hand und schreiben Sie: „Ich wurde am 10. September 1924 als Sohn von Ira W. Packer und Emma Jensen Packer in Brigham City, Utah, geboren. Ich war das zehnte Kind und der fünfte Sohn der Familie.“
Sie werden nicht lange dafür brauchen, Ihre Lebensgeschichte zu schreiben oder mit einem Kassettenrekorder aufzunehmen, und Sie werden genaue Angaben machen können, weil Sie ja alle diese Unterlagen zusammengetragen haben.
Was dann? Was fangen Sie mit dem ganzen Material, das Sie zusammengestellt haben, an, nachdem Sie Ihr Leben bis zur Gegenwart zusammengefasst haben?
Dies führt natürlich zum Buch der Erinnerung. Kleben Sie die Unterlagen leicht auf die Seiten, sodass Sie sie, falls notwendig, hin und wieder herausnehmen können, und schon haben Sie Ihr Buch der Erinnerung.
Wenn Sie mit diesem Projekt einmal angefangen haben, wird viel Interessantes und Inspirierendes geschehen. Und wenn man einmal so weit gekommen ist, spürt man ganz gewiss einen Hauch vom Geist dieses Werkes und spricht zumindest im Familienkreis darüber. Viel Bemerkenswertes wird sich ereignen, sobald Sie Interesse an Ihrer Familiengeschichte an den Tag legen. Das ist ein feststehender Grundsatz. Es gibt viele, viele Zeugnisse davon. Auch Sie werden es erleben. (Seite 15-17.)
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