Wir möchten Sie auch auf etwas aufmerksam machen, was Präsident Gordon B. Hinckley gesagt hat. Dieser Auszug stammt aus dem Artikel „A Century of Family History Service“ (Ensign, März 1995, Seite 61ff.). Wir hoffen, Sie finden diese Worte bei der Arbeit mit den Mitgliedern Ihrer Gemeinde hilfreich.
Es gibt in aller Welt Millionen, die an genealogischen Aufzeichnungen arbeiten. Warum? Warum tun sie das? Ich glaube, deshalb, weil sie vom Geist dieser Arbeit ergriffen sind, den wir den Geist des Elija nennen. Das bedeutet, dass sich das Herz der Kinder den Vätern zuwendet. Die meisten sehen gar nicht den wahren Sinn, der darin liegt, sondern sind höchstens von Neugier beflügelt.
Hinter diesem gewaltigen Aufwand an Zeit und Geld muss ein Sinn stehen. Dieser Sinn, und davon geben wir feierlich Zeugnis, besteht darin, die Generationen der Verstorbenen zu ermitteln, damit für sie die heiligen Handlungen vollzogen werden können — zu ihrem ewigen und immerwährenden Segen und Fortschritt.
Die wahre Frucht dieser Ermittlungen findet ihren Ausdruck nur im Haus des Herrn, in den Tempeln der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die Arbeit der genealogischen Forschung geht weiter und nimmt zu, und gleichzeitig nimmt die Zahl der Tempel zu. In den letzten zwölf Jahren sind mehr Tempel gebaut und geweiht worden, als in der gesamten bisherigen Geschichte der Kirche gebaut und geweiht worden waren. Dies ist die hohe Zeit, da Tempel gebaut werden und da ein reges Treiben in den Tempeln herrscht. Der schöne Tempel in Orlando in Florida wurde erst vor kurzem geweiht. Im Januar wird auf dem Höhenrücken oberhalb von Bountiful in Utah ein wunderbares neues Gebäude geweiht. Ein Dutzend weitere Tempel befinden sich im Entwicklungsstadium.
Ich bin zuversichtlich, dass der Herr es uns gestatten und uns anweisen wird, auch weiterhin diese heiligen Gebäude zu errichten — so, wie wir dessen würdig sind. Ob wir dessen würdig sind, wird, und das ist wichtig, daran gemessen, ob wir die Forschungsarbeit leisten, die ja die Grundlage des bedeutenden Werks ist, das im Tempel vollbracht werden soll.
Das Werk des Herrn ist ein Werk der Errettung. Für wen? Durch die Gnade unseres ewigen Vaters und ohne jede Anstrengung aufseiten der Nutznießer ermöglicht das Sühnopfer des Sohnes Gottes es einem jeden, von den Toten aufzuerstehen. Und darüber hinaus kann allen — kraft dieses göttlichen Opfers und dank seiner grenzenlosen Gnade und Güte — durch persönlichen oder stellvertretenden Dienst ewiges Leben möglich werden.
Das, was im Haus des Herrn vor sich geht und dem die Forschung vorangeht, kommt dem Geist des Opfers des Herrn näher als jedes andere Tun, von dem ich weiß. Warum? Weil diejenigen, die diese Arbeit tun, bereitwillig ihre Zeit und ihre Mittel geben, ohne dafür einen Dank oder Lohn zu erwarten, nur um für andere etwas zu tun, was sie nicht selbst tun können. (Seite 62f.)
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